EV-LUTH. KIRCHGEMEINDE "ST. LAURENTIUS"

Elterlein mit Schwarzbach

Grüße von Christa Behr aus Jerusalem

Liebe Freunde

Gerne will ich zum Jahresende mich noch einmal bei Euch melden. Herzlichen Dank für eure Freundschaft, eure Unterstützung im Gebet und mit finanziellen Gaben. Im November durfte ich meinen 65. Geburtstag feiern. Dazu waren mein Bruder, Rudolf Behr und etliche Freunde aus Österreich und Deutschland angereist. Die Geburtstagsfeier in Migdal mit Freunden aus dem Norden Israels und auch das Treffen in meinem Haus in Jerusalem waren sehr schön. Wir hatten einen wunderbaren Austausch und viele interessante Begegnungen.
Gleich am nächsten Tag, dem 12. November, begann von Neuem ein Raketenhagel aus dem Gazastreifen auf Israel. Über 400 Raketen in wenigen Tagen. Schon viele Wochen vorher waren öfters Raketen aus dem Gazastreifen in Israel gelandet und an jedem Freitag gab es Angriffe auf den Grenzzaun zu Gaza und Brände, die ausgelöst wurden durch Feuer-Ballons. Auch wenn es hier in Jerusalem noch ruhig war, litten die Menschen in der Nähe des Gazastreifens sehr und müssten oftmals am Tag in den Schutzbunker laufen. Im Moment gibt es eine Feuerpause.
Im Januar werden wir wieder eine Gebets- und Fastenwoche in Jerusalem und Galiläa haben, vom Dienstag dem 8. Januar 2019 bis zum Mittwoch dem 16. Januar. Am Tag beten wir als Gruppe zusammen und am Abend besuchen wir verschiedene Gemeinden. Pastor Surprise Sithole aus Süd Afrika wird wieder daran teilnehmen und Abends in den verschiedenen Gemeinden Gottes Wort mitteilen.
In diesem Jahr möchte ich die Gebetsreise nach Auschwitz und anderen Vernichtungslagern schon rechtzeitig ankündigen. Sie findet vom Donnerstag dem 22. August bis Mittwoch dem 28. August 2019 statt. Ich werde dieses Jahr einmal eine Pause machen, aber Dieter Werner aus Sachsen und Boaz Fastman aus Jerusalem übernehmen die Verantwortung.
Dringend suche ich noch weitere Volontäre, die über unserem Verein „Gemeinschaft vom Berg Zion“ für ein Jahr ein Visum bekommen können. Die Hälfte ihrer Zeit helfen sie Holocaust Überlebenden und alten Menschen in ihren Häusern und auch in meinem Haus...
Unser Verein braucht allerdings noch ein paar neue Unterstützer, denn das Taschengeld für die Volontäre in meinem Haus, ist noch nicht für jeden Monat eingetroffen. Der Verein kann auch eine Spendenbestätigung ausstellen. Falls jemand das Prospekt vom Verein in seiner Gemeinde auslegen möchte, schicke ich es gerne noch einmal zu. Wer einen oder zwei Monate Urlaub hat, kann auch einmal kommen um das Land kennenzulernen und bei uns mitzuhelfen.
Das Lebens- Zeugnis von einem sehr treuen Bruder, den ich schon seit 27 Jahren kenne und der muslimischen Hintergrund hat, ist nun in Deutsch erschienen im Echad Verlag www.echad.ch Sein Name wurde verändert, aber viele von Euch haben ihn schon in meinem Haus angetroffen. Sein Zeugnis der Versöhnung mit Messianischen Juden ist außergewöhnlich und ich möchte gerne auf dieses Buch hinweisen. „Ibrahim vom Hass zur Liebe“ Verfasst von Paul Veraguth ISBN 9783905518221.
Ende Oktober haben sich in Berlin etliche Geschwister aus Israel und Deutschland getroffen, um für Israel und Deutschland zu beten. Ich hatte kurz vorher ein Wort aus dem Buch Joel gelesen in dem es heißt: Joel Kap 2, 12- 13 So spricht der Herr; „Auch jetzt noch könnt ihr zu mir zurückkommen! Tut es von ganzem Herzen, fastet, weint und klagt! Ja kehrt von ganzem Herzen zu mir um!“ Auch die Verse 14 und 15. Es ist spät aber hoffentlich noch nicht zu spät. Was für mich und andere Geschwister in Israel besonders traurig und bedrückend in der Beziehung Deutschlands zu Israel ist, ist dass man die Erinnerungs- Kultur und den Holocaust weiterhin unterstützt, aber zur gleichen Zeit mit dem Erz-Feind Israels, dem Iran Handel treibt. Der Iran verkündigt seit vielen Jahren und macht daraus kein Geheimnis, dass die totale Vernichtung Israels ihr ausdrückliches Ziel ist. Sie unterstützen viele Terror Gruppen, wie die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon und in Syrien mit Waffen, die gegen Israel gerichtet sind. Leider kann man so die Buße Deutschlands und Österreichs nicht ganz ernst nehmen, wenn wir den Holocaust zwar bedauern, und dann aber doch den nächsten Holocaust fördern, indem wir ein Land unterstützen, das die totale Vernichtung des Staates Israel beabsichtigt und schon dabei ist Israel anzugreifen. Bei unserem Gebetstreffen in Berlin ging es uns in erster Linie um Buße für falsche Entscheidungen der Regierung und nicht so sehr um die einzelnen Politiker in Deutschland. Besonders bedauern wir jede Teilnahme an Beschlüssen, die sich noch weiter von der Bibel dem Wort Gottes entfernen und die dem Volk Israel schaden. Berichte die sich in erster Linie mit einzelnen Politikern beschäftigen, geben nicht die Überzeugung der Mehrheit dieses Gebetstreffens wieder. Teilnehmer, die bei unserem Gebetstreffen waren und auch an der Gemeinde- Israel- Konferenz in Berlin teilnahmen, berichten freudig, dass diese Tage des Gebetes in Berlin wie eine Vorbereitung auf die Konferenz empfunden wurden.

Website: www.christabehr-jerusalem.com

 

Gemeindeabend am 17. Mai 2018 (Beginn 19:30 Uhr)

70 Jahre Israel – was hat das mit uns Christen zu tun?

Die Neugründung des Staates Israel im Jahr 1948 stellt die Kirche als Volk des Neuen Bundes vor die Frage nach der Beziehung zum biblisch-historischen Volk des Ersten Bundes und dessen Kontinuität im Kollektivum des jüdischen Volkes. Denn Gottes ungekündigter Bund mit seinem erstberufenen Volk ist die Grundlage auch für unseren christlichen Glauben. Durch den Messias aus Israel – dem Nach-kommen Davids aus dem Stamm Juda – sind die Menschen aus den Heidenvölkern eingeladen, sich als „wilde Ölzweige in die heilige Wurzel einpfropfen zu lassen“ (Röm 11,17ff).

Israel ist darum für Christen nicht zuerst ein Land, sondern eine Angelegenheit des Glaubens. Doch Gottes auserwähltes Volk wird von den anderen Völkern immer wieder auserwählt um ihr Sünden-bock zu sein. Selbst in der Kirche gab es bereits seit dem 3. Jahrhundert eine gegen Juden als „Christusmörder“ gerichtete Strömung, deren Produkt als „Substitutionstheologie“ bezeichnet wird. Hervorgebracht durch eine Handvoll römisch-christlicher Theologen wie Augustinus oder dem griechischen Kirchenlehrer Chrysostomos. Auf ersteren beruft sich der Mönchsorden der Augustiner (zu dem Luther anfangs gehörte). Chrysostomos dagegen wird in der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt und gilt als Urheber der gottesdienstlichen Liturgie.

Mit ihrer Lehre von der Substitution behaupten sie - entgegen aller biblischen Aussagen - dass die Juden, aufgrund der Beteiligung ihrer obersten Repräsentanten (Hoher Rat) am Prozess gegen Jesus, das Heil Gottes verloren hätten und der einst mit Gott geschlossene Bund auf die Christen über-gegangen sei. Diese – auch als „Ersatztheologie“ bezeichnete Doktrin bestimmte viele Jahrhunderte die Lehre der römisch-katholischen, orthodoxen und vor allem der lutherischen Kirche.

Erst der Holocaust im 20. Jahrhundert brachte einerseits eine Abkehr vieler Menschen von der Kirche – andererseits aber auch ein theologisches Neudenken in diesem Punkt, während die nicht durch Augustin, Chrysostomos und deren Adepten belasteten Kirchen (z.B. in England und USA) immer schon die Juden als ältere Brüder im Glauben gesehen haben.

Zum Gemeindeabend am 17. Mai gibt es u.a. um die Themen:

  • Die Verbindung des modernen Staates Israel mit dem biblischen Israel und dem „neuen Jerusalem“ des NT.
  • Die Asymmetrie des Nahost-Konfliktes und dessen Darstellung in den Medien.
  • Die deutsche Staatsräson in Bezug auf Israel und das Handeln von Vertretern der deutschen Politik
  • und Öffentlichkeit (Merkel, Schulz, Steinmeier, Gabriel, Bedford-Strohm u.a.).
  • Zionismus – die Staatsdoktrin Israels - als Antwort auf die jahrhundertelange Verfolgungsgeschichte (nie wieder Opfer sein müssen).

 

 

Elterlein als Wegmarke auf dem Jakobsweg?!

Abraham, der Vater des Glaubens (Röm 4,11), hat es vorgemacht: Als einer der ersten Pilger zieht er los, weil er Gott vertraute. Im ersten Buch der Bibel heißt es: „Der HERR sprach zu Abraham: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein." (Genesis 12, 1) Zusammen mit seiner Frau Sarah und seinem Neffen Lot verlässt Abraham seine Heimat und macht sich auf den Weg. In den Erzählungen der Genesis geht es in erster Linie um die Erlebnisse auf dem Weg zum Ziel, welches er, zumindest örtlich, noch nicht einmal kennt.

Später sind es die jährlichen drei Wallfahrtsfeste, zu denen die Gläubigen des ersten Gottesvolkes nach Jerusalem pilgern, um im Tempel Gottesdienst zu feiern und den Ewigen anzubeten. Bis zur Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. zogen die Pilger in die den Juden und Christen heilige Stadt. Danach war es Juden bei Todesstrafe verboten, ihre ehemalige Hauptstadt zu betreten. Für die Christen wurden bald die Grabstätten der Apostel Petrus und Paulus in Rom zur wichtigsten Pilgerstätte.

Doch seitdem sich im 4. Jahrhundert die Kunde verbreitete, Kaiserin Helena habe in Jerusalem Reste des Kreuzes Jesu gefunden, kamen wieder pilgernde Christen nach Jerusalem. Die früheste schriftlich dokumentierte Reise eines christlichen Pilgers ins Heilige Land führte im Jahre 333 über den Landweg von Bordeaux nach Jerusalem.

Nach der muslimischen Eroberung des Heiligen Landes durch die Krieger Allahs waren christliche Pilgerreisen fast unmöglich geworden. Die heiligen Stätten der Christenheit wie die Geburtskirche in Bethlehem und die Grabeskirche in Jerusalem waren für Christen nicht mehr frei zugänglich. Nur unter bewaffneten Begleitschutz konnte die christlichen Pilgerscharen zu ihren Zielen im Heiligen Land geleitet werden. Der Papst rief darum die christlichen Ritter Europas zum Kreuzzug, um die heiligen Stätten zu befreien. Als Ersatz für die gefährlich gewordenen Pilgerfahrten ins Heilige Land kam nun das Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in den Blick, welches vor allem wegen der ausgezeichneten Infrastruktur mit einem von Klöstern betreuten weitgespannten Herbergennetz gut zu erreichen war.

Herkunft und Bildung sind beim Pilgern zweitrangig. Pilger kommen aus jedem Stand - eine Idee, die im standesgeprägten Mittelalter gerade Menschen aus den unteren Schichten begeisterte. Die Motive der Reise waren und sind jedoch äußerst vielfältig. Zuallererst sind die Menschen aus religiösen Gründen unterwegs: Pilgern für das Seelenheil, aus Dankbarkeit, aufgrund eines Gelübdes oder als Buße.

Während der Reformationszeit nahm das Pilgern stark ab. Martin Luther ist nicht ganz unschuldig daran. Er bezeichnet das Pilgern als "Narrenwerk" und spottet über den Jakobsweg nach Santiago de Compostela: "Lauf nicht dahin, man weiß nicht, ob Sankt Jakob oder ein toter Hund daliegt." Im protestantischen Norwegen wurde das Pilgern ab 1537 sogar verboten und als Irrlehre angeprangert.

Der Unterschied zwischen einer Pilgerreise und einer Wallfahrt ist nicht immer ganz klar. Während der Wallfahrer Dauer, Ziel und Anliegen ganz klar definiert hat, sind es beim Pilger eher die Begegnungen und Erlebnisse unterwegs, die den Reiz der Reise ausmachen.

Eine Pilgerreise war und ist immer auch ein Abenteuer. Trotzdem bleibt das Pilgern nach dem Boom im Mittelalter bis weit in das vergangene Jahrhundert hinein eine Beschäftigung, die nur wenige Menschen für sich entdecken.

Erst seit einigen Jahrzehnten ist das Pilgern in Europa von einer breiten Öffentlichkeit wiederentdeckt worden. 1987 wird der Jakobsweg vom Europarat zur europäischen Kulturroute erhoben und ausdrücklich empfohlen. Wiederentdeckte Wegenetze, steigendes kulturelles Interesse und der Wunsch nach Entschleunigung locken viele Menschen auf den "Camino".

Auch deutsche Pilger frequentierten in den vergangenen Jahren wieder vermehrt die Strecken. Zu verdanken ist dieser Aufschwung auch dem Schauspieler und Moderator Hape Kerkeling. Mit der Veröffentlichung seines Bestsellers "Ich bin dann mal weg" im Jahr 2006 hat er nicht nur eine neue Redewendung geprägt, sondern ebenso die deutschen Pilgerzahlen in die Höhe schnellen lassen.

Pilgern ist heute wieder genau das, was Hippocrates, der berühmte Arzt der Antike, mit dem Zitat "Gehen ist des Menschen beste Medizin" verdeutlicht: eine ganzheitliche Bewegungskur für Leib und Seele. Hatten die meisten Menschen damals keine andere Fortbewegungsmittelwahl als die eigenen Füße, ist diese Sehnsucht nach Einfachheit in der Gegenwart wieder ein Luxusgut, das das eigene Leben ordnen oder durcheinander bringen soll. Dabei entdecken viele Menschen die Form des Pilgerns für sich. Nicht unbedingt ausschließlich religiös motiviert, aber doch auf der Suche - nach sich selbst, nach anderen oder nach Gott.

Auch Elterlein war früher eine Wegmarke auf dem Jakobsweg (schließlich steht Jakobus als geschnitzte Figur mit Pilgerhut, Jakobsmuschel auf dem Mantel und Trinkfasche am Gürtel auf unserem Altar - ober links). Die Pilger hielten Andacht in der St. Laurentiuskirche oder nahmen an der Messe teil. Einige begehrten eine Herberge für eine Nacht oder eine Mahlzeit und den Reisesegen. Eine sächsische Initiative will diese in Vergessenheit geratene Tradition wieder neu beleben (http://jakobsweg-silberberg.de/index.php/neues).

Am 10. Juni wird dazu in unserer Kirche eine Ausstellung eröffnet.

Juden und Christen – von der Trennung zur Einheit - Wir gehören zusammen
Gemeindeabend mit Michael Schneider, Jerusalem
am 5. Juli um 19.30 Uhr in der St. Laurentiuskirche, Elterlein

So werden viele Völker, Heiden in Scharen, kommen, den HERRN Zebaoth in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen. So spricht der HERR Zebaoth: Zu der Zeit werden zehn Männer aus allen Sprachen der Heiden "einen" jüdischen Mann beim Zipfel seines Gewandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass Gott mit euch ist.                                           (Prophet Sacharja 8,22f)

Das biblische Gottesvolk Israel hat im Laufe seiner Existenz verschiedene Formen des Zusammenlebens durchlaufen. So organisierten sich die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs zunächst als patriarchalische Stämmegesellschaft. Nach der Rückkehr aus der Sklaverei in Ägypten und der Inbesitznahme des verheißenen Landes machte sich unter ihnen bald der Wunsch nach einem eigenen Staat bemerkbar, denn Israel wollte sein wie die anderen Völker auch. So salbte der Prophet Samuel den Bauernsohn Saul zum ersten König. Doch dieser Staat mit einer zentralen Verwaltung und einen zentralen Heiligtum wurde mehrfach erobert und zerstört und wieder neu gegründet. Die letzte Neugründung Israels als Staat erfolgte 1948.

Diese Neugründung war auch eine Reaktion auf den Antisemitismus: sowohl auf den europäischen als auch, was in der deutschsprachigen Debatte gerne unterschlagen wird, den arabischen und islamischen, mit dem die die zionistische Bewegung schon in den Dekaden vor der israelischen Staatsgründung konfrontiert war und der schon deswegen kein Resultat dieser Gründung sein kann.

Der Kern der zionistischen Idee – dem alle anderen partikulären Ansprüche, seien sie säkular oder religiös begründet, untergeordnet werden – besteht in der Schaffung und Erhaltung eines sicheren und zur Verteidigung fähigen Staates für alle vom Antisemitismus Bedrohten. Wenn möglich durch Verhandlungen und Kompromisse, wenn nötig durch militärische Stärke.

Darin unterscheidet sich der jüdische Staat von allen anderen auf dieser Welt. Er ist kein »Staat wie jeder andere auch« und kann es auch gar nicht sein, weil er die Antwort auf eine sich durch die Jahrhunderte ziehende Verfolgungsgeschichte und insbesondere auf den nationalsozialistischen Massenmord ist.                  

Unter den 194 unabhängigen Staaten steht der Staat Israel in Bezug auf seine geo-graphische Ausdehnung an 152. Stelle, in Bezug auf seine Einwohnerzahl an 97. Stelle. Er ist etwa so groß wie Belize, Djibouti oder das Bundesland Hessen und zählt ungefähr so viele Einwohner wie Tadschikistan, Honduras oder das Bundesland Niedersachsen. Schlägt man aber eine Zeitung auf oder hört die aktuellen Nachrichten, könnte man meinen, dass Israel neben China, Russland und den USA zu den wichtigsten Staaten der Erde gehört.

Auch in Deutschland wird Israel nicht wie jedes andere Land behandelt. Sobald ein neuer deutscher Bundespräsident in sein Amt gewählt wird, gehört - zumindest seit den achtziger Jahren - ein Staatsbesuch in Israel zu einer seiner ersten und heikelsten Aufgaben. Bundeskanzlerin Merkel unterstrich in ihrer Rede vor dem israelischen Parlament im März 2008: «Jede Bundesregierung und jeder Bundes-kanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung Deutsch-lands ist Teil der Staatsräson meines Landes.»

In anderen Teilen der Welt ist Israel das Feindbild Nummer eins. Im von Israel tausend Kilometer entfernten Iran gehört es zu einem wichtigen politischen Ritual, dem «zionistischen Gebilde» öffentlich den Kampf anzusagen und israelische Fahnen zu verbrennen. Auch in Staaten, in denen so gut wie niemand jemals einen israelischen Staatsbürger zu Gesicht bekommen hat, wird die „zionistische Weltverschwörung“ angeprangert, und die Landkarten des Nahen Ostens werden so gedrückt, als existiere der jüdische Staat überhaupt nicht.

In einer weltweiten BBC- Umfrage nach den beliebtesten Ländern der Welt liegt Deutschland, von dem im zwanzigsten Jahrhundert zwei Weltkriege ausgingen, an der Spitze, während der jüdische Staat, der von den Überlebenden des größten Völkermords des zwanzigsten Jahrhunderts gegründet wurde, sich die negativsten Werte mit den Pariastaaten Iran und Nordkorea teilt. Es passt in diesen Rahmen, dass die UNO- Menschenrechtskommission seit ihrem Bestehen gegen Israel allein fast genauso viele Resolutionen erlassen hat wie gegen sämtliche andere Staaten zusammen. Was wiederum nicht verwunderlich ist, weil in der UNO neben dem einen Staat mit einer jüdischen Mehrheit 57 andere Staaten mit einer muslimischen Mehrheit vertreten sind, darunter die 21 Staaten der arabischen Liga. Darüber hinaus sind in diesem ehrenwerten Gremium Staaten mit einer eigenen Auslegung der Menschenrechte vertreten wie z.B. Saudi- Arabien, Iran, Nigeria, Katar oder Lybien (letzteres früher vertreten durch Muammar el Gaddafi).

Michael Schneider, messianischer Jude, Journalist und Bibelexeget versieht heute im Rahmen seiner Vorträge im deutsch-sprachigen Europa seinen „Reservedienst” für Gott und Israel. Schneider hat sich auch als profunder Kenner der hebräischen Bibelsprache einen Namen gemacht und veröffentlicht wöchentlich Kommentare zu den aktuellen Schabbat-Lesungen. In seinen Publikationen und Vorträgen ruft Michael Schneider zur Heimkehr der Juden auf.

Da Israel in den Gemeinden oft kein Thema ist, versucht Schneider durch seine Vorträge und Predigten die Menschen neu für den Gott Israels und Sein Volk zu begeistern. Es müssen neue Brücken gebaut werden, ein Licht für die Nationen. Das, was einst zusammen war, die ersten Gläubigen, Juden wie Christen, und was Jahrhunderte lang mühsam durch die Frühkirche getrennt wurde, will Schneider durch seine Bibelkenntnis wieder als heilsgeschichtliche Einheit ans Licht bringen.

 

Losung

Mittwoch,
12. Dezember 2018

Siehe, auch jetzt noch ist mein Zeuge im Himmel, und mein Fürsprecher ist in der Höhe.
Hiob 16,19


Paulus schreibt:  Bei meinem ersten Verhör stand mir niemand bei, sondern sie verließen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet. Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich.
2.Timotheus 4,16-17