EV-LUTH. KIRCHGEMEINDE "ST. LAURENTIUS"

Elterlein mit Schwarzbach

Gedanken zum Monatsspruch Februar

 

Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.Dtn 30,14

Ach, wenn es doch in unserem Leben so einfach eingerichtet wäre, dass man bloß zu wählen brauchte zwischen Gut und Böse; zwischen Leben und Tod; zwischen Fluch und Segen. Wer würde sich dann nicht für das Gute, für das Schöne, für das Beständige entscheiden?

Stattdessen aber ist unser Leben eingebettet in vielerlei Sachzwänge, denen wir Genüge tun müssen. Und fast täglich stehen wir vor Entscheidungen, bei denen es keineswegs schon vorher feststeht, ob sie sich als gut oder schlecht erweisen und ob sie dem Leben dienlich sind oder eher nicht. Ach, wenn wir es doch so einfach hätten, wie damals das Volk Israel in der Wüste: Nachdem sie so gewaltige Erfahrungen mit Gott gemacht hatten und nachdem sie das Wunder vom Schilfmeer erlebt und seine Weisungen vom Sinai gehört hatten, da wurde ihnen die Frage der Entscheidung vorgelegt. Sollte man sich da etwa gegen Gott entscheiden?

Nein, es fiel den Israeliten gar nicht schwer, sich auf eine Zukunft mit Gott festzulegen. Das Gute lag doch so nahe. Sie brauchten nicht in die Ferne schweifen.

Sie brauchten das Glück nicht in den Wolken oder jenseits des Meeres suchen.

"Das Wort ist ganz nahe bei dir", hatte Mose gesagt. "Wenn du es tust, dann ist es in deinem Munde und in deinem Herzen. Entscheidest Du dich für die Wege des HERRN, so wird ER dich segnen und dir alles Gute erweisen. Lässt du dich aber verführen und wendest dich anderen Göttern zu, dann wird dich Gott nicht schützen können. Also wähle, Israel!“

Doch hatte es Mose viel Mühe gekostet, sein Volk auf diesen Weg zu bringen. Als er auf den Gottesberg gestiegen war, um die Gebote zu empfangen, hatten sie unten im Tal ein goldenes Kalb angebetet. In seinen Gebeten zu Gott formuliert es Mose nicht nur einmal: „Such Dir doch an meiner Stelle einen anderen als Führer für dieses Volk“. Und einmal sogar wagt er, Gottes Plan zu kritisieren: „Such dir doch ein anderes Volk, als dieses.“ Aber Gott sucht sich kein anderes Volk. Immer wieder geht ER denen nach, die ER sich zu seinem Volk gemacht und zu seinen Kindern ausgewählt hat. Und wenn die Gläubigen im Einzelnen auch immer wieder versagen – Gott hält ihnen dennoch die Treue. ER steht zu seinem Wort, auch wenn seine Kinder ihn oft vergessen oder in ihrem Leben Dinge tun, als ob es Gott gar nicht gäbe.

Wie der barmherzige Vater im Gleichnis Jesu wartet Gott auf seine Söhne und Töchter. ER ist traurig, wenn sie sein Wort in den Wind schlagen. Denn wenn sich sein Volk von seinen Weisungen und Geboten abwendet, dann kommt Gott mit seinem Plan zur Rettung der Welt in Verzug. Wenn Israel und die Kirche nicht seinen Willen tun, tut’s sonst niemand und die Welt bleibt wie sie ist. Seine Kinder aber haben sein Wort nicht nur im Herzen sondern handeln danach.

Sieghard Löser

 

Losung

Dienstag,
20. Februar 2018

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HERR.
Psalm 111,4


Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?
1.Korinther 10,16