EV-LUTH. KIRCHGEMEINDE "ST. LAURENTIUS"

Elterlein mit Schwarzbach

Gedanken zum Monatsspruch Dezember

 

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.                       Evangelium nach Lukas 1,78f                                                                 

Zacharias stammt aus einer traditionsreichen Familie. Seine Vorfahren kann er zurückverfolgen bis auf Levi, den dritten Sohn von Erzvater Jakob. Die Leviten hatten einst bei der Inbesitznahme des von Gott verheißenen Landes nach dem Auszug aus Ägypten keinen Grund und Boden zugesprochen bekommen wie die anderen Sippen. Stattdessen war ihnen eine besondere Aufgabe zuteil geworden: Priester und Lehrer sollten sie sein – sie und alle ihre Nachkommen. Während die Nachkommen der anderen Stämme sich als Bauern von den Erträgnissen ihres Landbesitzes ernährten, ließen sie ihre Kinder von den Leviten erziehen und die gottesdienstlichen Aufgaben und die Rechtsprechung von ihnen erledigen. Um dies zu finanzieren, gaben sie den zehnten Teil ihres Einkommens (die Erfindung der Kirchensteuer). Einmal im Jahr lasen die Leviten dem übrigen Volk die Weisungen und Rechtssatzungen Gottes vor („die Leviten lesen“). Neben ihrer Haupt-beschäftigung als Lehrer waren die Leviten auch für die priesterlichen Aufgaben im Tempel in Jerusalem zuständig. Zweimal im Jahr war jede Abteilung für jeweils eine Woche dafür abgeordnet. Die einzelnen Dienste wurden ausgelost. So traf es Zacharias, den Vater Johannes des Täufers, dass er diesmal für das Weihrauch-Opfer zuständig war. Mitten bei dieser Verrichtung trat einer zum ihm mit einer Botschaft Gottes, worauf es Zacharias die Sprache verschlug – für neun Monate. Dann aber hatte sich die Ankündigung des Engel bewahrheitet: Seiner Frau Elisabeth war ein Sohn geboren worden und Zacharias hatte – im Auftrag Gottes – den Namen des Kindes auf eine Schreibtafel geschrieben: Johannes. Und alsbald löste sich die Fessel seiner Zunge und er begann zu sprechen:

Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk und hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David – wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten –, dass er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, und Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern und gedächte an seinen heiligen Bund, an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham … Und du, Kindlein, wirst Prophet des Höchsten heißen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe, auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

Sieghard Löser

 

Losung

Mittwoch,
13. Dezember 2017

Ich gab ihnen meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen.
Hesekiel 20,12


Bewahre das kostbare, dir anvertraute Gut in der Kraft des heiligen Geistes, der in uns wohnt.
2.Timotheus 1,14